Regisseur Dieter Wedel variiert auf verschiedenen Ebenen, und in verschiedenen Tonarten das Thema Scheidung. Da gibt es den Staranwalt, dessen Frau ihn völlig überraschend mitsamt der Kinder verlässt, das ältere Ehepaar, das sich nach Jahrzehnten der Gemeinsamkeit trennt, weil der alternde Mann noch einmal Bestätigung braucht. Und schließlich - düsteres Ende des Spektrums - den in die Ecke getriebenen, der nur noch blind um sich schlägt und keinen anderen Ausweg mehr sieht als den Gattenmord. Die Hauptstränge der Geschichte, einfallsreich miteinander verflochten, werden aus der Perspektive der Kinder erzählt, die mal sieben, mal dreizehn, mal siebenundzwanzig - aus der Sicht derjenigen also, die auf dem Schlachtfeld der ehelichen Auseinandersetzungen zwischen alle Fronten geraten und wohl am meisten unter der Scheidung leiden. Gleichgültig, wie alt sie sind - für sie wird die Trennung der Eltern zu einer Art "Vertreibung aus dem Paradies".
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